Innovation mit Tradition

Universität Rostock, © Fotoagentur Nordlicht

Die Region rund um Rostock ist schon lange auch eine Wissenschafts- und Hochschulregion. Schon 1419 wurde die alma mater Rostochiensis als damit älteste Universität des Ostseeraums gegründet – nur auf den Britischen Inseln gab es in Nordeuropa zu dieser Zeit bereits Universitäten.

Universitäten und Hochschulen der Region

Über die Jahrhunderte geriet die Rostocker Universität immer wieder in schwierige Zeiten, erlebte aber in den Jahrzehnten um 1600 herum ein „goldenes Zeitalter“ mit starker Ausstrahlung in den skandinavischen Raum hinein. Heute gibt es an der Rostocker Universität und dem Universitätsklinikum rund 15.000 Studierende und 5.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an vier Campus-Standorten. Dabei zählt die Uni Rostock zu den gründerfreundlichsten Hochschulen Deutschlands – seit 1990 wurden über 800 Ausgründungen realisiert. In vier interdisziplinären Profillinien sind die Forschungskapazitäten gebündelt: „Leben, Licht, Materie“, „Maritime Systeme“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ und „Wissen-Kultur-Transformation“.


Neben der Universität gibt es eine weitere Hochschule in Rostock, die Hochschule für Musik und Theater Rostock (hmt). Diese blickt nicht auf eine ganz so lange Tradition zurück, aber immerhin gab es seit 1947 bereits einen Vorläufer, gegründet vom Komponisten Rudolf Wagner-Régeny im musikalischen Bereich und seit 1968 eine „Rostocker Schauspielschule“. Mittlerweile ist die hmt in das denkmalgeschützte ehemalige Katharinenstift in der östlichen Altstadt Rostocks gezogen und hat sich zu einer begehrten Ausbildungsstätte für junge Menschen aus ganz Europa entwickelt. Rund 550 Studierende sind heute an den drei Instituten „Musik“, „Musikwissenschaft und Musikpädagogik“ und „Schauspiel“ eingeschrieben.


In Güstrow findet sich die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die insbesondere die Nachwuchskräfte für den öffentlichen Dienst des Landes ausbildet. 500 Studierende und 200 Auszubildende füllen den denkmalgeschützten Campus in der Güstrower Südstadt.

Forschungseinrichtungen und Technologiezentren

Neben den Hochschulen finden sich in der Region eine Reihe von grundlagen- und anwendungsbezogenen Forschungseinrichtungen, u.a. zwei Fraunhofer Institute, Einrichtungen der Leibnitz-Gesellschaft, Bundesforschungseinrichtungen und ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft. Zusammen mit zahlreichen Forschungsunternehmen in den zehn Technologiezentren der Region und weiteren Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern bilden sie vielfältige innovationsbezogene Netzwerke, die auch durch die Wirtschafts- und Technologiepolitik des Landes intensiv begleitet und gefördert werden.