Die Regiopolregion Rostock

Seines Potentials als Regiopolregion ist sich Rostock bewusst. Und so arbeiten seit nunmehr 2006 die Mitglieder der Regiopolregion an der Umsetzung des Konzeptes. Die Verbindung und die zunehmend aktive Zusammenarbeit von Kernstadt, Mittelzentren und Landkreis ist dabei essentiell. Denn nur ein starker innerer Zusammenhalt, in dem gemeinsame Ziele verfolgt werden, ermöglicht die Behauptung der Regioplregion als leistungsfähigen Standort. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, was die Regiopolregion Rostock charakterisiert und welche Strategien sie anbietet, um weiter zu einer Regiopolregion zusammen zu wachsen. Der Film zur Linken gibt hierzu einen Einblick. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Kennenlernen der Regiopolregion Rostock!

Video: © TV.rostock

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Was definiert die Regiopolregion?

Regiopole und Regiopolregion

Die Namensgebung der Regiopolregion Rostock orientiert sich an dem Begriff "Regiopole" wie er 2006 von den Stadt- und Raumplanern Prof. Dr. Iris Reuther und Prof. Dr. Jürgen Aring der Universität Kassel geprägt wurde. Der Name steht für die Zusammenführung von "regio" und "polis" - von Region und Stadt. Damit werden zwei Konzepte vereint, die sich nur scheinbar gegenüberstehen, sich aber tatsächlich ergänzen. So ist auch der Name der Regiopolregion Rostock Programm, denn er beschreibt eingängig das wechselseitige Zusammenwirken und Miteinander von Stadt und Region.
Die Kernstadt der Regiopolregion ist die Hansestadt Rostock, die synonym als Regiopole bezeichnet wird. In der Vernetzung der Regiopole mit der Region ergibt sich ein gemeinsamer regionaler Verflechtungsraum - die Regiopolregion. Diese ist frei von politischen, geographischen und administrativen Grenzen und charakterisiert durch die Verzahnung und gegenseitige Kooperation.
Die Regiopolregion wird auch als "kleine Schwester" der Metropolregion betitelt, ist bei genauerer Betrachtung aber viel mehr als das.

Warum eine Regiopolregion sein?

Für die gesellschaftlichen und technischen Veränderungen müssen neue Lösungen zur Schaffung einer attraktiven Lebens- und Arbeitswelt gefunden werden. Die Antwort liegt hier in der gleichberechtigten Zusammenarbeit von Stadt und Region. Das Konzept der Regiopole gilt hierfür als beispielhafter, praxisnaher Ansatz. Die Regiopolregion Rostock versteht sich als ein Handlungsraum, in dem Projekte über administrative Grenzen hinweg angegangen werden. 

Als kleine Großstädte außerhalb von Metropolregionen weisen Regiopolen eine signifikante Eigenständigkeit als zentraler Ort auf. Für ihren jeweiligen funktionalen Verflechtungsraum nehmen sie zum Teil metropolitane Funktionen ein. Sie sind Standort der Wissensgesellschaft und fungieren als Entwicklungsmotoren mit wachsender Bedeutung für ihre Stadtregion.

Lesen Sie mehr über die Hintergründe der Regiopole auf der Seite der Regiopolen Deutschland.

Kategorisierung potenzieller Regiopolen, © Aring/Reuther 2006
Kategorisierung potenzieller Regiopolen

Kriterien zur Definition von Regiopolen

Die Kriterien, die eine Stadt oder einen Städteverbund zu einer potentiellen Regiopole machen sind eine Mindesteinwohnerzahl von 100.000 EW, eine hochrangige Infrastruktur und ihre herausragende wirtschaftliche Bedeutung im Verflechtungsraum. Ferner gilt die Regiopole als Standort für "Global Player" und "Hidden Champions" und weist ein konzentriertes Innovationspotential auf. 

In ihrer Untersuchung "Regiopolen - Zwischen Metropolregionen und Peripherien" (2006) kategorisieren Reuther und Aring 33 deutsche Großstädte als potenzielle Regiopolen - eine von ihnen Rostock. Die herangezogenen Parameter stützen sich auf eine sogenannte Gravitationsthese, die Masse und Distanz in Verhältnis zueinander setzt. Je distanzierter von einem metropolitanen Kern und je massereicher ihr demographisches und ökonomisches Gewicht, desto größer ist das Potential einer Stadt, Regiopole zu sein. 
Die Berechnungen beziehen sich auf Distanzkilometer der PKW-Fahrstrecke, den "Metropolfunktionenindex" (Verflechtungspotential sowie Innovations- und Steuerungsstärke) und das regionale Bevölkerungspotential im Inland (regionaler Bevölkerungserreichbarkeitsansatz).

Im Ergebnis fassen die Kasseler Professoren vier Gruppen zusammen, von denen u.a. Rostock die erste besetzt. Aufgrund einer Entfernung von etwa 180 km zur nächsten Metropole und eines überdurchschnittlichen Metropolenfunktionsindexes, weist die Hansestadt neben Kassel, Freiburg und Saarbrücken demnach ein besonders hohes Potential für eine Regiopole auf. 
Für die gesamte Studie und einen Vergleich deutscher Städte als Regiopolen, folgen Sie bitte dem Link zur Seite Regiopolen Deutschland.